Ach, nach dem ist das benannt! (Teil 2)

Wie im ersten Teil dieser Reihe schon erwähnt, sind manche Unprominente zwar unbekannt, aber Artikel über sie kann man nicht schreiben. Aus einem einfach Grund: Sie hätten keinen Überraschungswert, einfach weil man an ihrem Namen direkt erkennt, was es für Leute gewesen sein müssen. Deshalb hier eine kurze Liste von Unprominenten, nach denen bekannte Dinge benannt sind.

Hiram Maxim, Vater des Maschinengewehrs

Hiram Maxim war ein genialer Tüftler, der in seinem Leben dutzende Erfindungen machte. Wichtig ist aber vor allem eine: Das Maschinengewehr, mit dem die Kolonialmächte riesige Gebiete unterwerfen konnten und welches das Gesicht des Krieges für immer verändern sollte.

Alfred Wegener, Entdecker der Kontinentalverschiebung

Der Physiker, Meteorologe und waghalsige Grönlandforscher Alfred Wegener entdeckte die Kontinentalverschiebung, auf der die moderne Theorie der Plattentektonik basiert, einer der Grundpfeiler der Geophysik. Zu seiner Zeit nahm die Wissenschaft diese Idee nicht ernst, obwohl er am Ende Recht behielt.

William Kingdon Clifford, Mathematiker und Ethiker

„Es ist falsch, immer, überall und für jeden, irgendetwas zu glauben ohne hinreichende Belege.“ – William Kingdon Clifford Clifford war ein brillanter Mathematiker, dessen Arbeiten unter anderem die Grundlagen für die allgemeine Relativitätstheorie legten. In Zeiten der Fehlinformationen und des gefährlichen Irrglaubens ist er aber eher im Gespräch wegen seiner festen Überzeugung, unbegründeter Glaube sei moralisch verwerflich.

Töregene Khatun, die mächtigste Frau der Geschichte

In aller Kürze: Als „Ehefrau“ von Ögedei Khan, dem Sohn von Dschingis Khan und zweitem Großkhan des Mongolenreichs, wurde nach dessen Tod 1241 Töregene Khatun 1242 Regentin des Reiches – bis 1246 ihr Sohn Güyük der neue Großkhan wurde. Damit könnte Sie die mächtigste Frau der Geschichte gewesen sein.

Franz Carl Achard, Erfinder des Rübenzuckers

Gegen Zuckerrohr und die Sklaverei: Franz Carl Achard erfand die Zuckergewinnung aus Rüben. Damit konnte er sowohl Preußen weniger abhängig machen vom Rohrzuckermonopol der Kolonialmächte, als auch etwas gegen die Ausbeutung tun. Denn Zuckerrohr wurde damals mit Sklavenarbeit angebaut und Achard verabscheute Sklaverei. (Das Privatleben des Erfinders hatte außerdem Seifenoperqualität.)

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