Murphys Kollegen und ihre Gesetze (Nachnamen A bis C)

Der Autor von Murphys Gesetz, Edward A. Murphy, Jr., war nicht der einzige Unprominente, dessen Name durch einen weisen Ausspruch in die Annalen einging. Wir präsentieren hier eine Reihe solcher Gesetze – in diesem Teil für die Nachnamen von A bis C.

John Emerich Edward Dalberg-Acton, 1. Baron Acton gab uns Actons Diktum: „Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut. Große Männer sind fast immer böse Männer.“

Amaras Gesetz geht auf den Futuristen Roy Amara zurück: „Wir neigen dazu, den Effekt von Technologie auf kurze Sicht zu überschätzen und auf lange Sicht zu unterschätzen.“

Der Autor Gregory Benford bemerkte Benfords Streitgesetz: „Aufregung ist antiproportional zur vorhandenen Mengen an echten Informationen.“

Ebenfalls die Medien betreffend, wäre das Betteridge’sche Gesetz der Schlagzeilen: „Jede Schlagzeile mit einem Fragezeichen am Ende, kann mit ‚Nein‘ beantwortet werden.“ Es stammt von Ian Betteridge. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es stimmt. Meistens kann eine Schlagzeile, die eine Frage darstellt, bloß nicht mit „Ja“ beantwortet werden. Oft genug ist die Antwort auch nicht negativ, sondern eher: „Wir wissen es nicht.“

Der Programmierer Alberto Brandolini bemerkte über Diskurse im Internet: „Der Aufwand, Unsinn zu widerlegen, ist eine Größenordnung höher, als ihn zu schreiben.“ Wir nennen es Brandolinis Gesetz und leider ist es nur allzu wahr.

Das Claasen’sche Gesetz sollten Sie auf jeden Fall beachten, wenn Sie das nächste Mal ein Stück Elektronik kaufen. Theo A. C. M. Claasen, der damalige Chefentwickler von Philips Semiconductors, bemerkte: „Nützlichkeit ist der Logarithmus von Technologie.“ (Auch geschrieben als: „Nützlichkeit = log(Technologie)“) Will heißen: Leicht bessere Technologie hat einen winzigen Effekt auf die Nützlichkeit und man muss die Menge an technologischer Raffinesse (und damit oft auch die Kosten) massiv erhöhen, damit sich ein spürbarer Effekt einstellt.

Ebenfalls mit Technologie und technischem Fortschritt befasste sich der Science-Fiction-Autor (und Entwickler des Konzepts des geostationären Satelliten) Arthur C. Clarke, als er seine drei Gesetze formulierte.

Clarkes erstes Gesetz: „Wenn ein etablierter, aber älterer Wissenschaftler sagt, etwas sei möglich, hat er fast immer Recht. Sagt er, etwas sei unmöglich, liegt er sehr wahrscheinlich falsch.“

Clarkes zweites Gesetz: „Der einzige Weg, die Grenzen des Möglichen zu entdecken, ist etwas jenseits von ihnen das Unmögliche zu versuchen.“

Clarkes drittes Gesetz: „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist ununterscheidbar von Magie.“

Den letzten Eintrag in diesem Artikel bildet Cunninghams Gesetz von Ward Cunningham: „Der beste Weg, im Internet die richtige Antwort zu kriegen, ist nicht, eine Frage zu stellen, sondern die falsche Antwort zu behaupten.“

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