Francisco Tárrega, (un)wichtiger Komponist (des Nokia-Klingeltons)

Das Werk mancher Künstler gerät ungerecht schnell in Vergessenheit. Francisco Tárrega war ein Komponist und gilt als Vater der klassischen Gitarrenmusik und einer der besten Gitarristen aller Zeiten. Die meisten von uns kennen kein einziges seiner Lieder. Mit einer Ausnahme: Von Tárrega stammt der Nokia-Klingelton, welcher ihn zu einem der meistgespielten Komponisten der letzten Jahrzehnte macht.

Ach, nach dem ist das benannt!

Manche Unprominente sind zwar unbekannt, aber Artikel über sie kann man nicht schreiben. Aus einem einfach Grund: Sie hätten keinen Überraschungswert, einfach weil man an ihrem Namen direkt erkennt, was es für Leute gewesen sein müssen. Deshalb hier eine kurze Liste von Unprominenten, nach denen bekannte Dinge benannt sind.

Henrietta Lacks, unfreiwillige Mutter unsterblicher Zellen

Im Jahre 1951 wurde Henrietta Lacks einer Biopsie unterzogen, in der Hoffnung, ihren Gebärmutterhalskrebs zu behandeln. Zellen aus dieser Probe wurden verwendet, um den ersten unsterblichen Zellstamm (nach ihr „HeLa-Zellen“ genannt) für die medizinische Forschung zu gewinnen. Das war nicht nur für die Forschung eine wichtige Entwicklung, sie wirft auch zentrale Fragen der Medizinethik auf, denn die Afroamerikanerin war weder gefragt noch entschädigt worden für die Verwendung ihrer Zellen.

Melitta Bentz, Erfinderin des Kaffeefilters

Bevor Melitta Bentz den Kaffeefilter erfand, schwamm das Kaffeepulver im Getränk mit herum, sammelte sich überall und verdreckte einem oft die Zähne. Insofern hat Melitta Bentz bis heute viele, viele Jünger, die ohne ihren Kaffee einfach nicht in den Tag starten können.

Tim Berners-Lee, Entwickler des World Wide Web

Irgendwie haben die meisten Leute eine falsche Vorstellung davon, wie lange es das World Wide Web schon gibt. Wobei die ältere Generation es für völlig neu hält, wogegen es für die Jüngeren eigentlich schon immer existiert haben könnte. Tatsächlich wurde das WWW im August 1991 der Öffentlichkeit zugänglich. Entwickelt wurde es am CERN, dem internationalen Kernforschungszentrum in der Schweiz, von Tim Berners-Lee.

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